Planentwurf für den Hirschmann-Park

Planungsentwurf des Bauträgers
Am 07.10.2026 haben Stadt Fürth und WBG einen Städtebaulichen Zielentwurf vorgelegt, der in einem mehrstufigen Workshop-Verfahren erarbeitet worden ist. Der Vorhabensträger betont, dass man habe bei diesem Projekt versucht habe, dem ökologischen Aspekt und dem Anspruch, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, gerecht zu werden. Inwieweit die Abwägung zwischen den Belangen des Wohnungsbaus und denen des Natur- und Klimaschutzes einer kritischen Prüfung standhält, wird sich noch zeigen müssen. Auf jeden Fall ist es fraglich, ob das Wunschbild der Planer der Wirklichkeit standhält. Allein durch die Baustelleneinrichtung werden wesentlich mehr Bäume verloren gehen, als die Abbildung suggeriert. Außerdem stellen dicht an der Bebauung verbliebene Bäume wegen der Gefahr des Baumfalles eine Gefährdung für die Bauwerke selbst und die Bewohner dar. Es werden vermutlich noch viele Bäume nahe den Gebäuden beschnitten oder gefällt werden müssen, um diesen Risiken zu begegnen. Weiterhin werden durch die Bebauung und Benutzung des Geländes die Lebensbedingungen für die Bäume gegenüber dem Ausgangszustand enorm verschlechtert werden: Bäume, die die erste Hälfte ihres Lebens als Parkbaum verbracht habe, sind nun den rauen Bedingungen ausgesetzt, die ein Stadtbaum verkraften muss. Wunsch und Wirklichkeit werden in Konflikt geraten.

Vom Bebauungswunsch zum genehmigten Projekt?
Der bisherige Entwurf ist nichts weiter als ein visualisierter Planungswunsch des Vorhabensträgers. Bei dem geforderten Detailentwurf und erst recht bei dem notwendigen Planungsbezogenen Bebauungsplan wir sich zeigen, ob das Abwägungsgebot zwischen den Belangen der Wohnraumbereitstellung, des Naturschutzes und der immer wichtigeren Klimaschutzwirkung eingehalten wurde. Nach unserer Meinung verletzt die gewünschte Bebauung die Balance zwischen den städtebaulichen Zielen in einem Maß, das wir nicht tolerieren können. Die Diskussion darüber sollte schon jetzt stattfinden, damit nicht unnötig Gelder für eine nicht genehmigungsfähige Entwicklung, besser Zerstörung, des Hirschmann-Parks verschwendet werden. Diese sollten besser in alternativer Planungen auf einem weniger schwierigen und umstrittenen Terrain eingesetzt werden. Diese Alternativen sind vorhanden. Auch für den Hirschmann-Park gibt es eine andere Entwicklungsmöglichkeit hin zu einem Klimapark für alle Bürger. Diese Vision liegt viel näher an dem im Bild erkennbaren Status Quo als die beabsichtigte Errichtung eines Wohnparks.